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Lean und ERP?
Auch wenn im Lean-Manufacturing-Umfeld häufig die Meinung vertreten wird, man könne auf IT verzichten, zeigt sich doch immer wieder, dass aus der Koexistenz von Lean-Philosophie und vermeintlich klassischer IT durchaus Vorteile erzielt werden können. Die Mischung – oder besser – der richtige Einsatz ist wichtig.
SAP unterstützt mit seinen Lösungen
wichtige Grundsätze des Lean
Manufacturing u.a.
PULL-Prinzip
• Der Bedarf steuert den Nachschub, ausgelöst durch
das Kanban-Signal. Nicht Produktionsplanung
sondern Produktionsabruf
Selbststeuernde Regelkreise
• Sie legen das Zusammenspiel (Nachschubsteuerung)
zwischen Verbraucher und Quelle fest, auch über
Standorte und Ländergrenzen hinweg |
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Einfachheit und Sicherheit
• Entkopplung der Anwender von komplexen
Systemabläufen. Basierend auf Konfigurations-
einstellungen laufen diese automatisiert im
Hintergrund ab
• Ausschließlich der Statuswechsel (Kanban-Signal)
steuert den (Nachschub-)Prozess – der physische
Materialfluss erfolgt ausschließlich über Behälter
• Durch den Einsatz von State-of-the-Art-Technologien
(z.B. Scanner, RF-Handhelds, RFID etc.) lassen sich
Prozesse weiter automatisieren und dadurch noch
einfacher und sicherer machen
Transparenz und Visualisierung
• Einfach bedienbare, integrierte Werkzeuge
visualisieren den aktuellen Prozessstatus, geben
Meldungen über Fehler, Abweichungen oder gar
Abrisse im Prozess aus und liefern Informationen
und Kennzahlen für den KVP |
SAP Manufacturing Execution by Visiprise liefert auf einem personalisierten Werker-Terminal Bearbeitungsvor-gaben für eine Arbeitsstation (Arbeitsanweisungen, die herangezogen werden können, bildliche Darstellung des Werkstücks, zu verbauende Teile, zu erfassende Daten). Gegen Fehleingaben oder Freigaben vor korrekter und vollständiger Bearbeitung wird verriegelt.

Lean und SAP
Funktionen und Werkzeuge der SAP-Lösungen zur Unterstützung des Lean Manufacturing:
e-Kanban und Regelkreise
• Integration des physischen Materialflusses mit dem systeminternen Wertefluss
• Automatisierte Ablaufsteuerung der Nachschubverfahren (Eigenfertigung, Lagerprozesse, Fremdbeschaffung)
• Für Rennerteile und Exoten oder Bedarfsspitzen (sog. Einmal-Kanban)
• Web-Kanban zur Verbesserung der Lieferantenintegration

Die elektronische Kanban-Tafel zeigt den Bedarfs- und Versorgungsstatus, hier aus Sicht des Verbrauchers (Produktionsversorgungsbereich)
Visualisierungswerkzeuge u.a.
• Zur einfachen, aufgabenbezogenen Darstellung des
Prozessstatus (z.B. i.O., Fehler, Lieferantenteile in
Transit, Behälter voll/leer/nicht in Gebrauch, Soll vs.
Ist in der Produktion, Taktrestzeiten etc.)
• Vorgabe der Bearbeitungsprioritäten an der
Quelle
• Getrennt nach Verbraucher- und Quell-Sicht
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Produktions-Levelling und Heijunka-Verfahren
• Zur Umsetzung einer schwankenden Kundenbedarfs-
situation in einen gleichmäßigen Produktionsplan
• Levelling und Schrittmacherverfahren (Heijunka)
tragen zum einen zur Flexibilisierung der Produktion
– unter Wahrung der Lieferfähigkeit – bei und helfen
zum anderen, den gesamten Materialfluss zu
stabilisieren |
Heijunka-Tafel, Beispiel: Einplanungsergebnis (Ziel: möglichst große Stückelung = kleine Losgrößen erreichen) bei Ausnutzung der vorhandenen Kapazität zu 70% (Rest kann als Puffer genutzt werden).
Jede Farbe symbolisiert ein anderes Material.
Materialbedarfsplanung: Die mit Hilfe des MRP’s
ermittelte Bedarfssituation als Basis nutzen für
• die Berechnung der Kanban-Regelkreise (z.B. Anzahl
der Behälter im Regelkreis)
• die Linienabtaktung (Einhaltung der Taktzeit) und das
Produktionslevelling
• Kapazitätsauslastungsübersichten (um z.B. festzu-
stellen, ob Arbeitsstationen richtig besetzt sind,
zusätzliche Schichten benötigt werden etc.)
• die Optimierung der Lieferantenintegration in einem
Kanbanbasierten Abrufprozess durch Bereitstellung
von Vorschauinformationen
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Umfangreiche Funktionen und Werkzeuge zur
Unterstützung einer fehlerfreien Produktion
• Qualitätsvorausplanung
• SPC
• Mechanismen zur Prozessverriegelung
• Rückverfolgbarkeit von Produkt- und Prozessdaten
• Six Sigma (u.a. Analysen, DMAIC Prozessunter-
stützung)
• Umsetzung des Kaizen-Gedankens, v.a. durch
diverse Analysen und Kennzahlen zum
Prozessverhalten |

Beispiel einer Fehlerauswertungsgrafik
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